Vermögensverwaltung: Alle 10 Jahre eine neue tragfähige Anlagestrategie

Im Laufe der 2000er Jahre wurden 130/30-Fonds immer beliebter, die eine Hebelwirkung einsetzten, um Short-Positionen in bestimmten Aktien und Long-Positionen in anderen einzugehen. Infolge der Finanzkrise von 2008 gab es zahlreiche „Black-Swan“-Fonds, „Tail-Risk“-Absicherungsstrategien und „liquide Alternativen“. Während die Anleger in den folgenden Jahren, in einem Niedrigzinsumfeld, nach Rendite strebten, wurden andere Fonds und ETFs aufgelegt, die angeblich höheren Renditen generieren sollten. Neue Strategien, wie z. B. unbeschränkte Anleihenfonds, vermehrten sich ebenfalls. In letzter Zeit sind Strategien, die auf Peer-to-Peer-Kredite, Kryptowährungen und sogar den Anbau von Cannabis und die private Erforschung des Weltraums ausgerichtet sind, in Mode gekommen. In diesem Umfeld haben auch sogenannte „FAANG-Aktien“ und Themen wie Robotics und künstliche Intelligenz die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich gezogen.

Der Fonds-Friedhof
Es überrascht allerdings nicht, dass im Laufe der Jahre, über die gesamte Investmentlandschaft hinweg, zahlreiche Investmentfonds und ETFs aufgelegt wurden, um anschließend geschlossen und von den Anlegern ganz schnell wieder vergessen zu werden. Während wirtschaftliche, demografische, technologische und ökologische Trends die Welt prägen, in der wir leben, aggregieren die öffentlichen Märkte eine große Menge von Einzelinformationen, die in die Marktpreise eingespeist werden. Jeder Vermögensverwalter oder Finanzberater, der versucht, den Markt vorherzusehen, indem er Aktien als Reaktion auf das, was aktuell Trend ist, kauft und verkauft, stellt sich gegen das außerordentliche kollektive Wissen von Millionen von Käufern und Verkäufern auf der ganzen Welt.

Im Nachhinein ist es einfach, auf das Vermögen hinzuweisen, das man hätte ansammeln können, wenn man für einen bestimmten Zeitraum auf die richtige Branche, Region oder einfach nur auf ein richtiges einzelnes Wertpapier gesetzt hätte. Obwohl diese Anekdoten unterhaltsam sein können, gibt es eine Fülle an überzeugenden Beweisen, die die Sinnlosigkeit des Versuchs zeigen, Fehlbewertungen im Vorfeld zu erkennen und davon zu profitieren.

Es ist wichtig zu wissen, dass sich viele Modeerscheinungen und auch die meisten Investmentfonds nicht bewähren. Ein großer Teil der Fonds schafft es langfristig nicht, zu überleben oder ihre Benchmark zu übertreffen. Von den 1.622 Anleihenfonds, die den Anlegern auf dem weltgrößten Markt, dem US Markt, zu Beginn des Jahres 2004 zur Verfügung standen, waren Ende 2018 nur noch 55% vorhanden. Gleichermaßen haben nur 51% der 2.786 Aktienfonds, die Anfang 2004 verfügbar waren, überlebt.

Was bekomme ich wirklich?
Bei der Entscheidung, ob einem Portfolio zusätzliche Arten von ETFs, Fonds, Vermögenswerten oder Strategien hinzugefügt werden sollen, kann es hilfreich sein, die folgenden Fragen zu stellen:

  1. Was bietet diese Strategie, das nicht schon in meinem Portfolio enthalten ist?
  2. Wenn es nicht in meinem Portfolio enthalten ist, kann ich vernünftigerweise davon ausgehen, dass die Einbeziehung oder Fokussierung darauf, die erwarteten Renditen erhöht, die erwartete Volatilität verringert oder mir dabei hilft, mein Anlageziel zu erreichen?
  3. Bin ich mit der Bandbreite der möglichen Ergebnisse zufrieden?

Wenn Anleger, nach der Beantwortung dieser Fragen, noch Zweifel haben, kann es ratsam sein, Vorsicht walten zu lassen, bevor sie fortfahren. In Bezug auf Aktien bietet ein breit gestreutes Marktportfolio den Vorteil, auf Tausende von Unternehmen ausgerichtet zu sein, die weltweit tätig sind, und breit über Branchen, Sektoren und Ländern diversifiziert sind. Zwar kann es gute Gründe geben, von einem Marktportfolio abzuweichen, Anleger sollten jedoch die potenziellen Vorteile und Risiken kennen.

Darüber hinaus gibt es keinen Mangel an Möglichkeiten, die Anleger wahrnehmen können, um zu einer besseren Anlageergebnis beizutragen. Die enge Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Vermögensverwalter, kann einzelnen Anlegern helfen, einen Finanzplan zu erstellen, der ihren Bedürfnissen und ihrer Risikobereitschaft entspricht. Die Verfolgung eines global diversifizierten Ansatzes, die Verwaltung von Kosten, Rendite und Steuern, und ein disziplinierter Umgang mit der Marktvolatilität, können die Chancen der Anleger verbessern, ihre langfristigen finanziellen Ziele zu erreichen.

Fazit
Modische Investmentansätze kommen und gehen. Anleger sollten jedoch bedenken, dass ein langfristiger, disziplinierter Investmentansatz, auf Grundlage solider finanzwissenschaftlicher Ergebnisse und Implementierung, der verlässlichste Weg zum Erfolg an den globalen Kapitalmärkten ist.

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Vermögensverwaltung: Alle 10 Jahre eine neue tragfähige Anlagestrategie

Im Laufe der 2000er Jahre wurden 130/30-Fonds immer beliebter, die eine Hebelwirkung einsetzten, um Short-Positionen in bestimmten Aktien und Long-Positionen in anderen einzugehen. Infolge der Finanzkrise von 2008 gab es zahlreiche „Black-Swan“-Fonds, „Tail-Risk“-Absicherungsstrategien und „liquide Alternativen“. Während die Anleger in den folgenden Jahren, in einem Niedrigzinsumfeld, nach Rendite strebten, wurden andere Fonds und ETFs aufgelegt, die angeblich höheren Renditen generieren sollten. Neue Strategien, wie z. B. unbeschränkte Anleihenfonds, vermehrten sich ebenfalls. In letzter Zeit sind Strategien, die auf Peer-to-Peer-Kredite, Kryptowährungen und sogar den Anbau von Cannabis und die private Erforschung des Weltraums ausgerichtet sind, in Mode gekommen. In diesem Umfeld haben auch sogenannte „FAANG-Aktien“ und Themen wie Robotics und künstliche Intelligenz die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich gezogen.

Der Fonds-Friedhof
Es überrascht allerdings nicht, dass im Laufe der Jahre, über die gesamte Investmentlandschaft hinweg, zahlreiche Investmentfonds und ETFs aufgelegt wurden, um anschließend geschlossen und von den Anlegern ganz schnell wieder vergessen zu werden. Während wirtschaftliche, demografische, technologische und ökologische Trends die Welt prägen, in der wir leben, aggregieren die öffentlichen Märkte eine große Menge von Einzelinformationen, die in die Marktpreise eingespeist werden. Jeder Vermögensverwalter oder Finanzberater, der versucht, den Markt vorherzusehen, indem er Aktien als Reaktion auf das, was aktuell Trend ist, kauft und verkauft, stellt sich gegen das außerordentliche kollektive Wissen von Millionen von Käufern und Verkäufern auf der ganzen Welt.

Im Nachhinein ist es einfach, auf das Vermögen hinzuweisen, das man hätte ansammeln können, wenn man für einen bestimmten Zeitraum auf die richtige Branche, Region oder einfach nur auf ein richtiges einzelnes Wertpapier gesetzt hätte. Obwohl diese Anekdoten unterhaltsam sein können, gibt es eine Fülle an überzeugenden Beweisen, die die Sinnlosigkeit des Versuchs zeigen, Fehlbewertungen im Vorfeld zu erkennen und davon zu profitieren.

Es ist wichtig zu wissen, dass sich viele Modeerscheinungen und auch die meisten Investmentfonds nicht bewähren. Ein großer Teil der Fonds schafft es langfristig nicht, zu überleben oder ihre Benchmark zu übertreffen. Von den 1.622 Anleihenfonds, die den Anlegern auf dem weltgrößten Markt, dem US Markt, zu Beginn des Jahres 2004 zur Verfügung standen, waren Ende 2018 nur noch 55% vorhanden. Gleichermaßen haben nur 51% der 2.786 Aktienfonds, die Anfang 2004 verfügbar waren, überlebt.

Was bekomme ich wirklich?
Bei der Entscheidung, ob einem Portfolio zusätzliche Arten von ETFs, Fonds, Vermögenswerten oder Strategien hinzugefügt werden sollen, kann es hilfreich sein, die folgenden Fragen zu stellen:

  1. Was bietet diese Strategie, das nicht schon in meinem Portfolio enthalten ist?
  2. Wenn es nicht in meinem Portfolio enthalten ist, kann ich vernünftigerweise davon ausgehen, dass die Einbeziehung oder Fokussierung darauf, die erwarteten Renditen erhöht, die erwartete Volatilität verringert oder mir dabei hilft, mein Anlageziel zu erreichen?
  3. Bin ich mit der Bandbreite der möglichen Ergebnisse zufrieden?

Wenn Anleger, nach der Beantwortung dieser Fragen, noch Zweifel haben, kann es ratsam sein, Vorsicht walten zu lassen, bevor sie fortfahren. In Bezug auf Aktien bietet ein breit gestreutes Marktportfolio den Vorteil, auf Tausende von Unternehmen ausgerichtet zu sein, die weltweit tätig sind, und breit über Branchen, Sektoren und Ländern diversifiziert sind. Zwar kann es gute Gründe geben, von einem Marktportfolio abzuweichen, Anleger sollten jedoch die potenziellen Vorteile und Risiken kennen.

Darüber hinaus gibt es keinen Mangel an Möglichkeiten, die Anleger wahrnehmen können, um zu einer besseren Anlageergebnis beizutragen. Die enge Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Vermögensverwalter, kann einzelnen Anlegern helfen, einen Finanzplan zu erstellen, der ihren Bedürfnissen und ihrer Risikobereitschaft entspricht. Die Verfolgung eines global diversifizierten Ansatzes, die Verwaltung von Kosten, Rendite und Steuern, und ein disziplinierter Umgang mit der Marktvolatilität, können die Chancen der Anleger verbessern, ihre langfristigen finanziellen Ziele zu erreichen.

Fazit
Modische Investmentansätze kommen und gehen. Anleger sollten jedoch bedenken, dass ein langfristiger, disziplinierter Investmentansatz, auf Grundlage solider finanzwissenschaftlicher Ergebnisse und Implementierung, der verlässlichste Weg zum Erfolg an den globalen Kapitalmärkten ist.

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